Texte & Gedichte  Teil 2                         

Übersicht:

 

Regenbogenfarbene Angst

Vom kleinen und großen Glück dieser Welt

Allein, aber nicht einsam

Zufriedenheit

Schwere ( und ) Wut

Der Orca

Im Fluss

Frieden

 

 

 

Regenbogenfarbene  Angst

Regenbogenfarbene Angst

 

Angst - ein grosses Thema.

Mein Leben lang.

In mir selbst und auf der ganzen Welt.

 

Ich will sie nicht.

Die Angst lächelt.

 

Ich will nicht, dass sie lächelt.

Sie kommt einen Schritt auf mich zu.

 

Will ich auch nicht. Sie soll gehen.

Sie setzt sich in gewissen Abstand vor mir auf den Boden.

 

„Gut“ sage ich.

Meine Angst sackt in sich zusammen.

 

„Was ist denn nun?“ frage ich.

 

War ich gerade noch froh, dass meine Angst etwas Abstand genommen hat und Ruhe gibt…. 

...so werde ich jetzt traurig, wo ich dieses zusammengesackte Häufchen Elend auf dem Boden sitzen sehe.

 

Da muss wohl mal wieder ein inneres Gespräch her.

Manchmal hilft es ja auch laut zu sprechen.

 

Die Angst schüttelt den Kopf. Sie will nicht reden.

Sie sagt nur einen kurzen Satz, der mich heute zutiefst berührt.

 

Lass mich einfach da sein.“

 

„Gut“ sage ich wieder. „Bleibe einfach da sitzen. Es ist ok. Du bist ok.“

 

Und dann grinse ich wie ein Honigkuchenpferd, bekomme eine mörderisch gute Gänsehaut und mein Herz geht auf - weit, 

weit auf.

Denn die schwarze Gestalt der Angst verwandelt sich in eine kunterbunte regenbogenfarbene Gestalt. 

Sie strahlt. Sie läuft auf mich zu. Stoppt.

Sagt einfach nur „danke“, schlägt ein Rad und setzt sich wieder hin.

 

Ich weiss mal gerade wieder nicht so recht was hier geschieht. 

Bin tief berührt. Wie so oft, wenn es innere Dialoge und diese bunten inneren Bilder gibt.

 

Ich bemerke, wie mein Herz sich öffnet. 

Die Liebe kommt heraus.

Geht zur Angst hinüber und nimmt sie an die Hand.

Und ich lasse es zu, dass sie beide gemeinsam in meinem Herzen verschwinden.

 

Ich mache Musik an.

Meine bewährte Fahrkarte zu weiteren tiefen Gefühlen.

 

Angst und Liebe tanzen in meinem Herzen.

Eng umschlungen.

Dann wieder getrennt.

Jeder dreht für sich Pirouetten.

Sie vereinen sich.

Zerfliessen.

Verschmelzen.

 

Und mit den letzten Tönen dieses wunderschönen Liedes verneigen sie sich ganz leicht voreinander. 

Sie reichen sich die Hand, schauen mich an und strahlen.

„Freunde" denke ich.

Und dann überkommt mich ein Gefühl von Wärme und Verbundenheit.

Und ich spüre meine Seele. Sie steht hinter mir und umarmt mich liebevoll. 

 

Nun strahlen wir zu viert.


 

Vom kleinen und großen Glück dieser Welt ( Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrössern )

Vom kleinen und großen Glück dieser Welt

Raureif unter den Füssen.

Feenstaub im Haar.

Glitzernde Wassertropfen an den Beinen.

Sterne vom Himmel geholt, in jeder Hand ein ganzes Dutzend. 

Der Tag erwacht - er reckt und streckt sich und dabei springt der ein und andere Sonnenstrahl zur Erde.

 

Es leichter Regen überzieht die Landschaft.

Bäume und Gräser recken sich nach dem angenehmen Nass.

Leises Gemurmel ist zu hören. Glücklich und zufrieden.

Dort eine kleine Feldmaus, da eine kunststückfliegende Meise.

Schmetterlinge tragen die winzigen Tropfen von Blüte zu Blüte.

Und der bauschige Schwanz eines Eichhörnchens zuckt hektisch herum.

 

Wabernde Wolken die vom Asphalt aufsteigen.

Es riecht nach Sommerregen.

Kindheitserinnerungen werden wach.

Dieser Geruch in der Nase - wundervoll.

Kennt ihr den auch?

 

Sonne wärmt die Haut.

Sonnenwarme Haut.

Es kitzelt leicht und angenehm.

 

Das Kind in mir jubelt und empfindet eine solch grosse Freude über diese Wunder der Natur.

Die Erwachsene nimmt das singende, hüpfende und glückliche Kind an die Hand 

und gemeinsam springen sie mit einem lauten, freudigen Schrei in den Fluss.

Ein Wasserfontäne steigt empor und Feen, Elfen und kleine Zauberer jubeln über diese beiden Menschenkinder.

Sie kichern und freuen sich über dieses Paradies auf Erden.

Die beiden Menschenkinder ebenso.

 

Das ist Glück. Tief drin im Herzen. Und es breitet sich von dort über die ganze Landschaft aus.


 

Allein, aber nicht einsam

 

Frühling. Die Natur erwacht.

Und auch ich erwache langsam wieder zum Leben.

Strecke meine Fühler aus.

Licht. Leben. Wachstum.

 

Habe diese tiefe Zeit der Dunkelheit hinter mir. Was für ein dunkler Winter!

 

Nun lasse ich täglich mehr Helles in mein Leben. Bin achtsamer im Jetzt.

Sammle schöne Momente.

 

Ein Spaziergang am Fluss.

Ich bin allein.

Fühle innere Unruhe.

Wäre so schön, wenn ich diesen Moment mit jemandem teilen könnte.

 

Da sind sie wieder. Diese Gedanken, mit denen ich mich so einenge.

Und genau da hake ich ein.

Ich bemerke, dass ich gerade wieder das will, was ich nicht habe.

Und der innere Konflikt ist vorprogrammiert.

 

Ich überlege einen Moment. Soll ich zurückfahren? Nein!

Ich entscheide mich, allein weiter zu gehen.

Meinem Bedürfnis nach Gesellschaft kann ich ja vielleicht später nachkommen.

 

Und dann passiert etwas Wundervolles:

 

Die innere Unruhe löst sich auf.

Schon nach wenigen Minuten.

Und es wird noch besser:


 Tiefer Frieden erfüllt mich. Eine Wärme durchflutet mich. Wundervoll.

 Ich weine einige Freudentränen.

Und ich fühle mich so wohl wie lange nicht.

 

In den letzten Tagen bin ich auf den Frühlingszug aufgesprungen.

Nutze das Neu-Werden in der Natur. Nehme mir ein Beispiel an ihr.

 

Lasse Licht in mein Leben. Und lasse die Dunkelheit immer mehr los.

Immer wieder reicht mir die Sonne ihre Hand und sagt: 

„Komm, geh ein bisschen raus“.  

Und ich nehme diese warme, weiche Hand. So wie heute. 

 

Am Ende des Spaziergangs setze ich mich an den Fluss.

Schaue dem Treiben zu.

Bin dankbar hier zu sein.

 

Ein Segelboot dreht erste Runden.

Schwäne fliegen über mir.

Entenküken quietschen und plantschen um die Wette.

Blauer Himmel.

Wunderbar.

 

Ich strecke meine Beine auf der Wiese aus. Und bin…

 

Allein, aber nicht einsam!

 

 

 

          Zufriedenheit

Zufriedenheit 

 

Ich bin auf dem Weg zur Schafweide.

Plötzlich überfallen mich meine Gefühle: Wut, Trauer, Frust.

Ich sitze in Juan ( mein Twingo ). Und ich schreie.

Erst etwas leise…( guckt auch niemand?! )

Dann schreie ich laut. Lasse die Wut raus.

 

Ich fahre noch eine kurze Zeit. Dann bin ich da.

Steige aus und gehe langsam zur Weide.

Erst mal ein bisschen runterkommen. Ankommen.

 

Ich schaue mir das Treiben aus der Ferne an.

 

Die Ruhe reicht mir ihre Hand und hilft mir über den Weidezaun.

Fühlt sich gut an. Die Stimmung ist prima.

Am Ende der Weide geschäftiges Treiben. Lebendigkeit. Gefällt mir.


Das Schaf namens Bryanna begrüsst mich.

Und sagt zu mir, ich solle mit dem zufrieden sein, was da ist, was ich habe.

Ich denke mir noch kurz: „Na, du hast gut reden.“

Dann gehe ich weiter und lasse das Schaf zurück.

 

Ich hocke mich hin und fange an zu reden.

Erzähle, was für Gedanken mir im Moment das Leben schwer machen.

 

Bryanna folgt mir. Sie ist der Meinung unser Gespräch sei noch nicht beendet.

Sie stupst mich von hinten an. Schaut mir über die Schulter.

Und dann flüstert sie mir ins Ohr:

 

„Lass den Fluss der Liebe zu. Von den Menschen, die deine Freunde sind.

Höre auf diese Liebe abzuwehren. Aus Angst, verletzt zu werden.“

 

Ich drehe mich um und schaue ihr direkt in die Augen.

Ich nicke und habe plötzlich die Bereitschaft, mich zu öffnen.

Ich öffne mein Herz. Und dann….

 …schaut sie mir direkt ins Herz. Wow! Tränen der Rührung schiessen mir in die Augen.

 

Diese lautlose Aufforderung von ihr: Schau mich an und fühle meine Liebe zu dir.

 

Und diese Liebe fliesst.

Und jetzt ist es nicht nur ein einseitiges Fliessen, von ihr zu mir…

…sondern ganz automatisch fliesst meine Liebe zu ihr.

Und schwappt auch ein bisschen über die Weide.

Springt von Grashalm zu Grashalm.

Von Schaf zu Schaf.

Es kommt Bewegung in die Herde.

Muriel, Silas, Jenna und das Lämmchen Selma gesellen sich dazu.

 

Bryanna kommt noch ein bisschen näher.

Will nicht, dass uns jemand stört.

Sie legt ihren Kopf auf meiner Schulter ab.

Fordert mich auf, ihre dicke Wolle zu greifen.

Ich umarme sie. Bin völlig im Moment.

Die anderen Schafe ziehen weiter und grasen.

Selma bleibt ganz in der Nähe.

 

Wow, Bryanna ist gerade freiwillig bei mir.

Ich bin noch ganz perplex.

Und sie gibt mir das Gefühl: Du bist genau richtig. So wie du bist.

 

Die Unsicherheit der letzten Tage verfliegt.

Ich bin mir sicher: Ich kann lieben. Ich kann Nähe zulassen.

Ich darf lieben!

 

Liebe ist ein Urzustand. Man muss ihn nicht erlernen.

Er ist da. In jedem Menschen.

Manche Menschen haben nur verlernt diese Tiefe zu spüren.

Zulassen. Sich darauf einlassen.


 Alles ist wieder so intensiv.

Jedes Wort, alles Reden ist gerade wieder so überflüssig.

 

Das Fühlen ist so wichtig. So unendlich wichtig.

 

Zufriedenheit: Da ist sie wieder. Juchu!    

 

Schwere ( und ) Wut

Schwere ( und ) Wut

 

Schwere. Ein Stein. Groß, schwarz, glatt.

An diesem Stein ist mein Ich befestigt.

Meine Gefühle hängen da auch dran.

 

Der Stein liegt am Grund eines Sees. Unsichtbar. So wie ich.

Untertauchen.

Ich wühle das stille Wasser immer wieder auf, damit man den Stein nicht sieht.

Mich nicht sieht.

 

Langsam ändert sich etwas. Ich will mich selber sehen.

Wühle das Wasser nicht mehr so oft auf. Ob ich mal auftauchen soll? Mal kurz schauen?

Versuchen. Kopf über Wasser. Atmen.

Wieder abtauchen. Da sind so viele Gefühle. Überforderung.

 

Wut. Da ist Wut. Die darf nicht sein.

Harmonie. Es MUSS Harmonie herrschen. Sonst geht es mir nicht gut.

Aber die Harmonie ist unecht. Echte Gefühle versteckt unter Lachen und guter Laune.

Wenn ich Wut fühle muss ich schnell wieder untertauchen. Mich zurückziehen.

Gefahr droht. Wer wütend ist wird nicht geliebt.

Aber wenn ich meine Wut nicht achte, achte ich mein Selbst nicht.

Verleugne mich. Liebe mich nicht.   

 

Langsam, Schritt für Schritt darf die Wut da sein. Ich erlaube es mir. Ich fühle sie.

Sie freut sich, dass sie da sein darf. Juchzt. Und verwandelt sich in ein Lächeln.

Oh. Ein tolles Gefühl. Wut fühlen dauert nur ganz kurz.

Wut unterdrücken schon mal einige Stunden. Und müde macht es auch.

Gefühle hinter Müdigkeit verstecken.


Ich löse das Band. Entscheide mich völlig aufzutauen.

Ich bin da. Ich bin hier. Ich bin.

Ich treibe an die Oberfläche.

Ich lerne mich kennen. Ich lerne es, meine Gefühle auszuleben.

Ich lerne schwimmen.

Und ich will mich zeigen. Mal kurz ans Ufer schwimmen.

Was sagen die anderen? Wartet jemand auf mich?

Wo seid ihr?

Allein. Ich bin allein.

 

Ich geniesse die Leere. Niemand da. Ok…dann BIN ich einfach hier.

Mal die Sonne auf der Haut spüren.

In der Ferne toben Kinder im Wasser. Lebendigkeit. Mag ich.

Ich will fühlen. Aber da sind keine Gefühle. Fühlen-Wollen wie Kinder.

Mal in Ruhe hinsetzen und versuchen.

Fühlen-Üben. Leben.

 

Der Orca 

Eigenschaften eines Orca 

 

Ein Jäger in den Tiefen des Ozeans.

So wie ich. Jahrelang. Eine Jägerin.

In den Tiefen des Seins gesucht.

Wonach? Was suche ich?

Mich!

 

Schnell. Schnell wie der Wind. Der Wind im Meer.

Meeresrauschen.

Aufgewühlte Wellen bei Sturm.

Tiefste Ruhe unter blauem Himmel.

 

Vertrauen. Liebe. Zusammenhalt.

Ich werde es finden!

Ist es schon da?

 

Frei. Freiheit. In den Tiefen meines Selbst frei.

Selbstbestimmt. Schon immer. Es war nur verborgen.

Aufgedeckt. Puzzleteil für Puzzleteil zusammen gesetzt.

Ein neues Ich.

Mich finden. MICH finden. Mich FINDEN.

 


Kraftvoll. Immer und immer wieder.

Da ist so eine Kraft. Ich war zu blind um sie zu sehen.

Fokus auf die Schwäche. Fokus auf das Leid.

Gedreht. Immer und immer wieder.

Ein neues Leben. Freiheit.

 

Geheimnisvoll. Ein riesiges Wasserwesen.

Was steckt da drin? Was gibt es preis?

So viel mehr in mir drin.

Geheimnisvolle Tiefe selber entdecken.

Mich zeigen wie ich bin.


 

Entschlossen. Ich wusste, was ich will. Und dann?

Verloren. Ent-schlossen. Ver-schlossen.

So dass ich nicht mehr wusste was ich will.

Den Schlüssel gut versteckt.

Die erste Tür. Öffnen. Schliessen. Verschliessen.

Die nächste Tür, die übernächste!

Die erste wieder zu. Angst.

Die dritte Tür geöffnet. Liebe. Hoffnung.

Viele Türen gehen auf.

Da ist noch so viel mehr.

DA IST NOCH SO VIEL MEHR!


 

Schön. Bin ich schön? Darf das sein?   

Ja. Und nein. Beides darf sein.

Ein Zögern. Ein Zaudern. Abwehr.

Ich darf Schönheit ausstrahlen.

Strahlen. Ein Schutz. War das ein Schutz?

Lächeln. Meist aufgesetzt.

Mein Strahlen verdeckt. Verdunkelt.

Eine dunkle Decke über meinem Sein.

Man darf mich nicht sehen.

Die Decke entfärbt. Weiss.

Mal kurz zur Seite nehmen.

Und wieder verhüllen.

Nun ist sie nur noch ein seidiges Tuch.

In Regenbogenfarbe.

Wie der tanzende Orca im Meer wenn sich das Licht im Wasser bricht.


 

Eigenständig.  Als Frau? 

Darf das sein? 

Gesehen werden? Als Frau? Weiblich?

Das darf sein!

 

Im Fluss

Im Fluss

 

Ich gehe einige Schritte. Stillstand. Dann rückwärts.

Steine im Weg, die unter den Füssen weh tun.

Lieber zurück auf Los - da ist der Boden glatt und schmerzt nicht.

 

Fühlen. Die Füsse fühlen den Weg. Sie schmerzen.

Jeder kleine Knochen schmerzt. Ist irgendwie verkrampft.

Nicht an seinem richtigen Platz. Verhakt.

Schnell wieder dicke Schuhe anziehen - dann fühle ich nicht so viel.

 

Warum verstecke ich meine Füsse?

Niemand soll sie sehen. Nackte Füsse.

Verstecken. Haut. Verletzlichkeit.

Das Fühlen der Fusssohlen verstecken.

 

Ich verstecke sie vor Mutter Erde.

Will keine direkte Verbindung haben.

Lieber Schutz-Schuhe anziehen.

Eine Sohle zwischen mich und Mutter Erde bringen.

 

Aber nun:

Schuhe aus.

Barfuss laufen im Bach.

Wie Kinder.

Ich fühle. Die Kälte. Ich fühle wie das Wasser fliesst.

Oh. Ich will nicht fühlen. Es könnte weh tun.

Aber ich bin gerade so lebendig. Im Fluss.

Meine Füsse jauchzen und jubeln. Sie sind frei.

Natur. Kalt und schmutzig. Schön!

Feuchte Erde an den Füssen.

Sie bleibt kleben. Mutter Erde hängt an mir dran.

Schön! So schön!

 

Frieden

 

Vier Schafe und viel dichte, warme Wolle in meiner Nähe.

Ich hocke mich hin und wir stecken die Köpfe zusammen.

Wir sind auf Augenhöhe.

 

Ich rieche Heu, Erde und Wolle.

Spüre den Atem der Schafe auf meinem Gesicht.

Fühle ihre Wolle.

 

Die Herde nimmt mich auf. Ich bin ein Teil von ihr.

Ich spüre Einheit. Sie erden mich. Wundervoll.

 

„Sträube dich nicht das zu sein, was du bist“, sagt Sally.

„Wehre dich nicht gegen deine Gefühle“ flüstert mir Mia Mocca zu.

„Erlaube dir, erschöpft zu sein“ meint Jenna.

„Erlaube dir, in Frieden zu sein“ entgegnet Jorinde.

 

Wir lieben dich so wie du bist.

Und jetzt ist es kein Wort mehr, welches von den Schafen zu mir kommt.

Es ist ein Gefühl. Und es geht so tief hinein.

Ich weine hemmungslos.

 

Wenn die Schafe mich lieben, dann kann ich das auch.

Und eine nie dagewesene Liebe zu mir selbst erfüllt mich.

Ich möchte gar nicht mehr aufhören das zu fühlen.

 

Aber ich weiss…später, zu Hause, wenn der Kopf wieder so stark ist…

...dann vergesse ich sie. Diese neue Liebe.

Aber ich kann mich daran erinnern.

Und dann sage ich mir, dass es das ist, was ich jetzt fühlen will.

 

Ich lasse immer mehr die eingesperrten Gefühle los.

Fühle sie. Es tut so weh. Und befreit gleichzeitig.

Gefangenschaft ist Vergangenheit.

 

Ich lebe die Freiheit. Immer ein bisschen mehr.

Frieden. In mir. Jetzt gerade. Wunderschön.

 

©Copyright. Bilder, Texte und Fotos von Stefanie Bräunig