Gedanken & Impulse

 

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Gespräch zwischen Mensch und Seele (Demenz)

Unausgedrückte Worte (oder auch: Das Schriftstellerphänomen) - Veröffentlicht am 19.11.23 im kkl-Magazin

Sherlock (Den Gefühlen auf der Spur)

Gelebter Frieden (BVB)

 

 

 

Gespräch zwischen Mensch und Seele

Gespräch zwischen Mensch und Seele

"Ich will vergessen", sagt der Mensch.

"Wirklich? Bist du sicher?", fragt die Seele sanft.

Dann schickt sie dem Menschen über seinen Körper erst eine Krankheit und dann noch eine.                                                                  Sie will sich sicher sein, dass der Mensch es wirklich ernst meint mit seinem Wunsch und nicht nur in einer kurzen Verdrängungsphase lebt.

"Ich will mich dem nicht stellen. Nicht in der Tiefe. Es tut so weh.", sagt der Mensch viele Jahre später abermals.                             "Ich will wirklich vergessen!"

"Ja", sagt die Seele. "Es tut weh. Das darf es auch. Und dann befreit es dich."                                                                                                Einen Moment später sagt sie weiter:                                                                                                                                                                                  "Ich liebe dich. Du bist der Chef. Dann soll dein Wunsch jetzt Wirklichkeit werden."

Und der Mensch bekommt im Laufe der Jahre Demenz - das große Vergessen...

                                                

Unausgedrückte Worte

Unausgedrückte Worte (oder auch: Das Schriftstellerphänomen)

Worte,

und Wortenergien,

sozusagen Kreativität,

die,

wenn sie 

kein Ziel,

keine (Text)Form,

und auch keine Freiheit

bekommen,

ins Unermessliche fliessen.

 

Sie werden zu

Gedankenkreiseln

und wachsen weiter

zu  

riesigen Tornados,

die eine so immense 

Zerstörungskraft

haben,

dass nichts übrig bleibt.

Außer einer Menge aufgestauter

Energie.

 

Klar ist:

Das weiße Blatt

das leere Wortdokument,

die Worthülle,

sie will  - mit Leben gefüllt - werden!

 

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Kennt ihr das auch, dass euch eine innere Unruhe überfällt, wenn ihr nicht das tut, was euch erfüllt, wo ihr die Zeit vergesst und frei fliesst?!

Wo es stockt, wenn ihr eurem Innersten keinen Raum zur Entfaltung gebt?

Mir geht es immer wieder so, wenn ich dem Schreiben und Malen zu wenig Raum gebe. Die Kreativität in mir, sie will gelebt werden. 

Was ist es bei euch? 

In welchen Bereichen gebt ihr euch zu wenig Raum?

 

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Mein Gedicht wurde am 19.11.2023 durch Jens Faber-Neuling im Magazin #kkl in der Rubrik Klarheit veröffentlicht. Danke schön!  Hier ist der Link, um direkt auf die Internetseite des Kunst- und Kulturmagazins und zum Gedicht zu gelangen: https://kunstkulturliteratur.com/2023/11/19/atemberaubend/ 

Sherlock

Sherlock - oder auch: den Gefühlen auf der Spur

Ohne mein Wollen 

verbinden sich unsere negativen Gefühle. 

Deins ist meins. 

Und umgekehrt.

Wir trudeln. 

Fangen uns. 

Brechen aus.

 

Nur ein kurzer Augenblick der Begegnung, 

und deine Emotion ist meine. 

Fliesst raus und rein. 

Wirbelstürme an Gefühlen.

 

Ich lasse los. 

Nein, ich nehme an. 

Besser noch: ich lasse zu! 

Akzeptanz: so ist es eben.

Widerstand bringt ja auch nichts. 

Im Gegenteil.

 

Ich schüttele mich. 

Wir lösen uns. 

Und dann bin ich frei.                                    

 

                                    ********

 

Wo genau

ist eigentlich dieser Magnet in mir, 

der die Gefühle der anderen immer wieder anzieht und sich mit ihnen verbindet? 

Ob das wirklich ohne mein Wollen geschieht? 

Ich glaube nicht. Nein, ich glaube es nicht, ich weiß es!

Denn nichts geschieht durch Zufall.

 

Ich engagiere den Sherlock in mir und begebe mich auf die Suche.

Manchmal braucht es auch noch den Herrn Holmes dazu,

um das Rätsel zu lösen. Als Autorität. 

Oder einen Externen. Watson ginge auch.

Gelebter Frieden

Das, was da am letzten Tag der Fussball-Bundesliga beim BVB (Borussia Dortmund), im Stadion, in Kneipen und vor privaten Fernsehern geschah, ist wahrlich meisterlich.

Auch, wenn in diesem Jahr wieder der FC Bayern München Meister wurde, so ist für mich doch der wahre Meister der BVB! 

Wichtiger war mir (nach einigen Momenten der Trauer und Enttäuschung) an diesem letzten Spieltag am Ende nicht die Meisterschale, sondern dieser unendlich große Zusammenhalt, der zu spüren war! Das war so fantastisch und großartig! 

Der Meistertitel war zum Greifen nah. Der BVB hatte sogar schon für einige Minuten die Hand an der Meisterschale, und doch hat es am Ende nicht gereicht. Zumindest auf sportlicher, fussballerischer Ebene. 

Was mich allerdings so tief im Herzen berührt hat, und ich bestimmt für lange Zeit nicht vergessen werde, ist die Stimmung nach dem Spiel im Stadion. Enttäuschung, Fassungslosigkeit, Tränen, Unverständnis….und nach einigen Minuten - alle Fans blieben noch lange auf ihren Plätzen - wandelte sich diese Enttäuschung und mein Herz wurde so unendlich weit. Dabei war ich noch nicht einmal live dabei, sondern saß (stand!) vor dem Fernseher! Da war dieser Zusammenhalt zu spüren! Diese Gemeinschaft! 

Und wenn ich jetzt, nach einem oder zwei Tagen Abstand, wählen könnte: Ich würde lieber diesen echten Zusammenhalt und diese wahre Fan-Begeisterung wählen, anstatt der Meisterschale. 

Was bringt dir der größte Titel, wenn der Verein zerbricht und sich gegenseitig „bekriegt"?! So wie es rund um die letzten Tage ( Wochen ) der Meisterschaft beim FC Bayern geschah. 

Was da am Ende im BVB-Stadion los war....DAS ist meisterlich! Wenn man sich gegenseitig den Titel wünscht! Die Fans dem Trainer. Der Trainer den Fans. Und das ganze Team ist mittendrin. Das ist Gemeinschaft! So geht friedvolles Zusammenleben! 

Das berührt mich tief im Herzen! Gelebter Frieden und Zigtausende sind dabei - vor dem Fernseher, in Kneipen, im Stadion. Überall auf der ganzen Welt. Ich habe jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an dieses Gemeinschaftsgefühl denke. An diesen gegenseitigen Respekt.

Bravo! Applaus! Mehr davon! 

Wir haben es in der Hand, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen. 

 

©Copyright. Bilder, Texte und Fotos von Stefanie Bräunig

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